Pro Tonne Bioabfall entsteht in Abhängigkeit von
Inputqualität und Verfahren zwischen 80 und
140 Kubikmeter (m3) Biogas (Methangehalt 50
bis 65 Prozent). Dessen Energie entspricht 50 bis
80 Kubikmeter (m3) Erdgas.
Meist wird das Biogas über ein Blockheizkraftwerk
direkt in Strom (200 bis 300 Kilowattstunden pro
Tonne [kWh/t] Input) und Wärme (ebenfalls circa 200
bis 300 kWh/t Input) umgewandelt. Bei einem Anfall
von beispielsweise 20.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr
könnte ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistungsklasse
von 600 Kilowatt (elektrisch) betrieben werden,
das genügend Strom für 1.000 bis 1.500 Haushalte
liefert. Möglich ist auch die Aufbereitung des Biogases
auf Erdgasqualität und die Einspeisung in das
Erdgasnetz.
Der Gärrückstand kann als flüssiger Gärrückstand
direkt in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen
oder nach einer Kompostierung als fester Gärrückstand
bezogen werden.